Historie: Japanisches Puppentheater [Bunraku]

Bunraku (jap. auch: Ningyō Jōruri) ist eine traditionelle, japanische Form des Figurentheaters. Inhaltlich werden von Bunraku und Kabuki ähnliche Themen aufgegriffen, denn beides sind Theaterformen, die aus der gleichen gesellschaftlichen Schicht entstanden sind. Bunraku wurde im Jahr 2005 in die UNESCO-Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen und 2008 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit übernommen.

Bunraku teilt viele Themen mit dem zeitgenössischen Kabuki. Mehrere Stücke wurden für beide Theaterformen adaptiert. Bunraku ist besonders bekannt für tragische Liebesgeschichten, die mit Suizid (Shinjū) enden. Die Geschichte der 47 Ronin ist ebenfalls in Bunraku und Kabuki bekannt.

Bunraku ist ein Autorentheater. Vor der Vorstellung hält der Rezitator den Text in die Höhe und verbeugt sich vor ihm. Damit verspricht er, ihm treu zu folgen. Kabuki hingegen ist ein Darstellertheater, in dem die Schauspieler Scherze, Improvisationen, Bezüge auf aktuelles Zeitgeschehen etc. ins Spiel einfügen können.

Geschichtlicher Hintergrund

Die Theaterform entstand 1684 in Ōsaka, als Takemoto Gidayū dort sein Theater gründete. Sie wurde nach dem Puppenspieler Uemura Bunrakuken benannt. Später wurde das Bunraku weitgehend von Kabuki verdrängt und litt unter einem Mangel an kompetenten Autoren für neue Stücke. Der bekannteste Bunraku-Autor war Chikamatsu Monzaemon. Mit den mehr als 100 ihm zugeschriebenen Stücken wird er manchmal der "Shakespeare von Japan" genannt.

Heute hat Bunraku den Status unberührbares kulturelles Erbe von der japanischen Regierung und wird besonders gefördert. Auch Bunraku-Darsteller und Puppenmacher können unter Japans Programm zur Bewahrung seiner traditionellen Kultur zu "Lebenden Kulturschätzen" erklärt werden.

Die Puppen

Größtes Unterscheidungsmerkmal zum westlichen Figuren- oder Puppentheater sind Bedienung und Größe der Puppen. Die Puppenspieler bedienen die Puppen mit Hilfe von in den Puppen angebrachten Griffen. Ein Hauptdarsteller benötigt 3 Puppenspieler zur Bedienung: der angesehenste Spieler bedient Kopf und rechten Arm, ein zweiter den linken Arm und der Dritte die Beine.

Die Puppen sind mindestens von halber bis ca. 4/5 Lebensgröße, oft ca. 1,5 m hoch und ihr mechanischer Aufbau kann ziemlich kompliziert sein. In Stücken über übernatürliche Themen kann die Puppe z.B. so konstruiert sein, dass sich ihr Gesicht schnell in das Gesicht eines Monsters umwandeln lässt.




Historie: Japanisches Puppentheater BunrakuHistorie: Japanisches Puppentheater Bunraku
ChinaIndienIndonesienPeru


HISTORIE: PUPPEN & SCHATTENFIGUREN

Burma

China

Indien :: Nepal

Indonesien

Japan

 

Peru

Thailand

Tibet



Asien Antik
StartseiteHistorieRestaurierungenshopKontakt

Copyright © Gourmetfreunde Ars Vivendi e.V. - Alle Rechte vorbehalten.

ASIEN-ANTIK.COM:

AGB  

DATENSCHUTZ  

EMAIL

IMPRESSUM

SERVICE

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilen
auf Google+ teilen

LÄNDER IM SHOP:

Afghanistan :: Pakistan

Afrika :: Mali

China

Indien :: Nepal

Indonesien :: Papua-Neuguinea

SICHER EINKAUFEN

 



SSL
powered by Randshop